– Und wie du ihn mit Atmung, Achtsamkeit und EFT beruhigen kannst.
Stell dir vor, du sitzt ganz ruhig auf dem Sofa – und plötzlich rast dein Herz. Du bekommst schlecht Luft, spürst ein Engegefühl in der Brust oder ein flaues Gefühl im Magen. Vielleicht zittern deine Hände. Vielleicht hast du das Gefühl, gleich ohnmächtig zu werden oder „verrückt“ zu werden.
Wenn du solche Erfahrungen kennst, bist du nicht allein. Viele Menschen erleben körperliche Symptome von Angst – oft, ohne zu wissen, woher sie kommen. Vielleicht hast auch du dich schon gefragt:
„Was stimmt nicht mit mir?“
Oder: „Warum reagiert mein Körper so heftig, obwohl es keinen Grund gibt?“
In diesem Artikel möchte ich dir erklären, warum dein Körper so reagiert – und wie du ihn beruhigen kannst, ohne ihn zu bekämpfen. Du wirst erfahren:
🧠 Was hinter den körperlichen Symptomen steckt
❤️ Warum dein Körper dich nicht im Stich lässt, sondern beschützen will
🌱 Wie du mit Achtsamkeit, Atmung und Wissen aus dem Teufelskreis der Angst aussteigen kannst
Angst ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf eine wahrgenommene Bedrohung.
Früher – in der Steinzeit – war das überlebenswichtig. Wenn ein Säbelzahntiger auftauchte, musste unser Körper sofort Energie mobilisieren, um entweder zu fliehen oder zu kämpfen.
Das passiert auch heute noch – nur sind die „Säbelzahntiger“ meist keine echten Gefahren mehr, sondern Gedanken, Sorgen oder innere Anspannungen. Trotzdem reagiert dein Körper, als ginge es ums Überleben.
Was passiert im Körper bei Angst?
Wenn dein Gehirn Gefahr signalisiert – sei sie real oder eingebildet – schaltet dein Nervensystem auf Alarm. Der sogenannte Sympathikus wird aktiv:
All das ist kein Zeichen dafür, dass etwas mit dir „nicht stimmt“ – sondern ein Beweis dafür, wie effizient und stark dein Körper ist.
Das Problem ist -> Unser Gehirn unterscheidet nicht immer gut zwischen realer Gefahr (z. B. ein Feuer) und gedachter Gefahr (z. B. die Sorge, krank zu sein oder zu versagen).
Wenn du z. B. denkst:
„Was, wenn ich gleich ohnmächtig werde?“
„Was ist, wenn ich einen Herzinfarkt habe?“
…dann reagiert dein Körper genauso wie bei echter Lebensgefahr. Es entsteht ein Teufelskreis:
Du fühlst z. B.
💎Die gute Nachricht -> Diesen Teufelskreis kann man durchbrechen.
Wenn dein Körper in Alarmbereitschaft ist, brauchst du keinen Kampf gegen die Angst, sondern einen sicheren Raum in dir selbst.
Hier sind 4 konkrete Wege, wie du deinen Körper sanft aus der Angstreaktion holen kannst:
🟢 1. Atme bewusst – statt automatisch
Bei Angst atmest du meist flach und schnell. Dadurch entsteht ein Sauerstoff-Überschuss, der Symptome wie Schwindel oder Kribbeln verstärkt.
🧘♀️ Übung: 4-6-Atmung
•Atme 4 Sekunden ein
•Halte kurz inne
•Atme 6 Sekunden langsam aus
•Wiederhole 5–10 Atemzüge
Diese Form der Atmung aktiviert den Parasympathikus – dein körpereigenes Beruhigungsprogramm.
🟢 2. Komm ins Hier und Jetzt – durch Achtsamkeit
Angst-Auslöser sind oft in der Zukunft: „Was, wenn…?“ oder in der Vergangenheit
Achtsamkeit bringt dich zurück in den Moment.
🧘♀️ Mini-Übung: 5-4-3-2-1
So holst du dein Nervensystem aus dem Sorgen-Machen und zurück in die Gegenwart.
🟢 3. Klopfen gegen die Angst – EFT als beruhigender Impuls
Vielleicht hast du schon einmal von EFT (Emotional Freedom Techniques) gehört – einer sanften Klopfakupressur, bei der bestimmte Punkte am Körper mit den Fingerspitzen beklopft werden. Dabei sprichst du was du fühlst und empfindest und kannst dich damit selbst durch deine Angst begleiten.
🧘♀️ Mini-Übung: Begleite Dich mit EFT durch Deine Angst
EFT hilft, das emotionale Alarmsystem im Gehirn zu beruhigen – ganz besonders bei akuter Angst, Anspannung und den körperlichen Symptomen. Viele Menschen auch in meiner Praxis berichten, dass sich durch EFT Angstwellen spürbar abschwächen – oft schon nach wenigen Minuten.
🟢 4. Lerne: Die Symptome sind unangenehm, aber ungefährlich.
Je besser du verstehst, was in deinem Körper passiert, desto weniger bedrohlich wirken die Symptome.
Statt „Oh nein, ich bekomme einen Herzinfarkt“, darfst du denken:
„Das ist die Angst,mein Körper glaubt, ich bin in Gefahr.“
Diese neue innere Haltung schwächt die Angstreaktion langfristig, gemeinsam können wir mit Übungen diese Befürchtungen widerlegen.
Angst kann überwältigend wirken. Aber sie ist auch ein Wegweiser – hin zu dir selbst. Du darfst lernen, dich nicht mehr zu fürchten vor der Angst, sondern freundlich und neugierig hinzuschauen.
In meiner Praxis begleite ich Menschen wie dich dabei, die Sprache ihres Körpers zu verstehen – und Schritt für Schritt wieder Vertrauen zu entwickeln: in sich selbst, in das Leben, in die eigene Stärke.
Wenn du das Gefühl hast:
„Ich möchte mich meiner Angst nicht mehr allein stellen“
…dann lade ich dich herzlich zu einem unverbindlichen Erstgespräch ein.
Du musst dich nicht „zusammenreißen“. Du darfst einfach da sein – so wie du bist.
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Von Herzen
Danja
Heilpraktikerin für Psychotherapie – spezialisiert auf Stress, Angst- und Panikstörungen
P.S. Hol Dir gerne meine „3 SOS-Übungen bei Angst als PDF >> Klick hier <<